Leichtathletik

Geschichte

In den Nachkriegsjahren bis 1956 hatte die Leichtathletik nur wenig Begeisterte in Dorfmark. Hasso Kornemann übernahm 1958 die Sparte von Helmut Meyer. Zwei bis drei Jahre liefen Handball und Leichtathletik einträchtig nebeneinander her, denn die Akteure waren stets dieselben. Der Umschwung kam, als die weit über die Grenzen bekannte Handballjugend nicht jeden Sonntag beschäftigt werden konnte und die Einsicht wuchs, dass leichtathletisches Training dem Handballsport sehr nützlich sei. Die Vergrößerung der Leichtathletik-Abteilung und die auftretenden Leistungssteigerung brachten es mit sich, dass langsam eine Trennung stattfand. 1958 zählte man 25 Leichtathleten, und ein regelmäßiges Training wurde betrieben. Im Herbst 1958 kam Hans-Joachim Walde zum TSV und befreundete sich mit der Leichtathletik. Zu der Zeit waren seine Leistungen nur Durchschnitt. Nichts deutete darauf hin, dass er einmal bei den Olympischen Spielen teilnehmen und eine Medaille erringen sollte. In seinem letzten A-Jugendjahr stellte Hans-Joachim Walde einen besonderen Rekord auf, der bisher nicht überboten werden konnte: Er wurde in zehn verschiedenen Disziplinen Bezirksmeister !

Die sechziger Jahre wurden vor allem von den Leichtathleten und ihrem Motor Hasso Kornemann geprägt. Seine Sportler belegten 1968 in Niedersachsen den 4. Platz in der Vereinsgesamtwertung, kein Verein war bei der A-Jugend erfolgreicher als der TSV Dorfmark. Zehn Leichtathleten des TSV Dorfmark konnten den Titel eines Deutschen Meisters erkämpfen. Der erfolgreichste von allen war der Zehnkämpfer Hans-Joachim Walde, der bei den Olympischen Spielen in Mexiko (1968) eine Silbermedaille und in Tokio (1964) eine Bronzemedaille im Zehnkampf errang.

Die Deutschen Meister aus Dorfmark:

Hans-Joachim Walde: Bronze in Tokio im Zehnkampf (1964), Silber in Mexiko (1968), Studentenweltmeister in Tokio im Zehnkampf (1967), mehrfacher Deutscher Meister (1961/1964/1969)

Helmut Hollmann: Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Junioren (1961)

Jörg Radeloff: Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Junioren (1961)

Rainer Kunst: Zehnkampf-Meister der Jugend (1966)

Hans-Jürgen Schulz: Zehnkampf-Meister der Jugend (1968), Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Jugend (1968), Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Junioren (1971)

Frank Hensel: Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Jugend (1968), Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Junioren (1970 u. 1971)

Fritz Marsch: Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Jugend (1968 u. 1969), Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Junioren (1970)

Ulrich Busse: Fünfkampf-Mannschaftsmeister der Jugend (1970)

Wolfgang Klug: Zehnkampf-Mannschaftsmeister der Junioren (1971)

Hartmut Kossel: Speerwurfmeister der Senioren (1977 u. 1990), Silber bei den Europameisterschaften der Senioren in Budapest (1990), Bronze bei der Senioren-WM in Turku (1991), Bronze bei der Senioren-EM in Kristansand (1992), Silber bei der Senioren-EM in Malmö (1995), Silber bei der Senioren-WM in Durban (1997)